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In diesem Blog berichte ich über meinen Alltag mit Kind als Ordnungscoach - leichtes Leben oder Aufräumen am Limit? Erfahrt es selbst...
25.01.2026
Warum wir Hilfe annehmen dürfen
Hi! Schön, dass du mit dabei bist. 
Heute möchte ich auf ein ganz besonderes Thema eingehen.
Dem Thema: Ordnungscoach. Und noch präziser: Hilfe von einem Ordnungscoach annehmen.
In meinem beruflichen Kontext als Ordnungscoach erlebe ich es immer wieder, dass Menschen sich sehr für ihr Zuhause schämen, am liebsten keinen rein lassen würden und auch ein großes Problem damit haben, dem Ordnungscoach den Ist-Zustand zu zeigen.
Die Menschen trauen sich nicht, ihre Schwäche (das unordentliche Heim) zu zeigen.
Eine Schwäche, die schnell offensichtlich werden würde, sobald man die Wohnung betritt.
Dabei hat jeder Mensch Stärken und Schwächen und kann nicht alles selbst (gut).
Beispielsweise ist vielen Menschen das Thema Steuern zu komplex, so dass sie sich einen Steuerberater suchen.
Anderen fehlt es an der Motivation, sich von der Couch aufzuraffen und Sport machen zu gehen. Für mehr Verbindlichkeit und einen effektiven Trainingsplan suchen sie sich einen Personal Trainer.
Wenn bei mir der Rollladen kaputt ist, rufe ich den Rollladenbauer, da ich keine Ahnung habe, wie man diesen eigenständig repariert.
Und für einen grüneren Daumen und weniger Pflanzensterben habe ich schon des Öfteren Pflanzenkurse besucht.
Niemand ist in allen Bereichen bewandert, kann alles und ist unfehlbar. Und so ist es völlig normal, dass nicht jeder mit dem „Ordnungs-Gen“ geboren wurde. Es ist absolut keine negative Eigenschaft, wenn einem das Ordnung halten schwerfällt und sich schnell Chaos um einen herum entsteht.
Zumal wir „Aufräumen“ nirgendwo lernen. Wir bekommen als Kinder von unseren Eltern gesagt, dass wir unser Zimmer aufräumen sollen und tun dies nach bestem Ermessen im Sinne der Eltern und deren Maßstäben. Diese wiederum haben es aber selbst nur von ihren Eltern vorgelebt bekommen. Dementsprechend ist nicht gesagt, dass ein gutes und funktionierendes System dahintersteckt, das wir uns nun abschauen können. Also machen wir genau so weiter und merken vielleicht irgendwann für uns selbst, dass es so einfach nicht funktioniert.
Da „Ordnung“ sehr individuell ist und ein Ordnungssystem zur Person passen muss, um zu funktionieren, muss man also erstmal lernen, was es für Möglichkeiten gibt.
Und genau hier dürfen wir uns Hilfe holen. Ganz ohne Scham. Denn wo der eine im Chaos verzweifelt, liebt der andere das aufräumen und hat deshalb in diesem Bereich ganz viel Erfahrung gesammelt. Und genau hier kommen wir Ordnungscoaches zum Einsatz.
Wir sind da, packen mit an, unterstützen beim Entscheidungen treffen und können helfen ein System zu finden, mit dem es auch in Zukunft leichter funktioniert mit der Ordnung.
Wenn man selbst nicht weiterkommt, ist es völlig in Ordnung, sich Hilfe zu holen.
Vom Ordnungscoach, Steuerberater oder Handwerker.
So profitieren wir mit unseren Stärken voneinander und lassen uns von unseren Schwächen nicht aufhalten.
In diesem Sinne: packe es an!
Bis zum nächsten Mal,
deine Nora
NORA - 15:19 | Kommentar hinzufügen